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Der hilfreiche Blick von außen: Die matrix-Prozessbegleiter*innen im Projekt Kommune Inklusiv


Mit der Initiative Kommune Inklusiv unterstützt die Aktion Mensch das bunte und respektvolle Zusammenleben in fünf ausgewählten Kommunen seit Anfang 2017. Die Modellkommunen sind über ganz Deutschland verteilt. Aktion Mensch fördert sie bei der Entwicklung von Plänen und Ideen, um lokal langfristig inklusive Lebensumfelder gestalten zu können.

Im Modellprojekt Kommune Inklusiv der Aktion Mensch unterstützen Prozessbegleiter*innen der matrix die Netzwerke in den fünf Kommunen Schneverdingen, Schwäbisch Gmünd, Erlangen, Rostock und Nieder-Olm. Sie sind erste Ansprechpartner*innen für die Projektleiter*innen und beraten die Netzwerk-Partner*innen: beispielsweise dazu, wie sie vor Ort ihr Netzwerk am besten aufbauen und wie sie zusammenarbeiten, damit das Projekt Erfolg hat.

Thomas Kruse und Zsuzsanna Majzik durften für die Aktion Mensch ein Interview zu ihrer Arbeit geben. Wir haben Ihnen noch ein paar zusätzliche Fragen zu ihrer Arbeit gestellt und das spannende Interview von Aktion Mensch für Euch verlinkt:

Was ist Prozessbegleitung?

Wir verstehen Prozessbegleitung als ein Angebot an die lokalen Partnerinnen und Partner, welches komplexen Projekten das eigene Handeln regelmäßig und konstruktiv mit außenstehenden Expertinnen und Experten reflektiert. Für die Aktion Mensch bietet die Prozessbegleitung die Chance, den lokalen Akteur*innen Expertise zukommen zu lassen und dabei gleichzeitig selbst Erfahrungen für die Verbesserung eigener Prozesse (bspw. Entwicklung geeigneter Förderstrategien) zu sammeln. Die Inhalte und die Form der Zusammenarbeit werden gemeinschaftlich festgelegt. Wir brauchen ein Mandat, um den Finger „in die Wunde“ legen zu dürfen, um Entwicklung vor Ort voranbringen zu können.

Thomas Kruse

Was ist Euer Schwerpunkt in der Prozessbegleitung?

Zsuzanna Majzik

In dieser Prozessbegleitung liegt unser Schwerpunkt in der Unterstützung bei der Neuartigkeit des Vorgehens in den Modellkommunen und der Stärkung der Partner*innen vor Ort für diesen Prozess. Übergeordnet geht es um die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und den Abbau inklusionshemmender Strukturen. Wir wollen Vorbilder für andere Akteurinnen und Akteure in Deutschland schaffen, die ihre Sozialräume ebenfalls inklusiver und damit beteiligungsgerechter entwickeln wollen.

Seit wann begleitet Ihr das Projekt KI und warum liegt es Euch am Herzen?

matrix begleitet das Projekt bereits seit Anfang 2017.
Die Arbeit bei Kommune Inklusiv liegt uns besonders am Herzen, da es hier um ein innovatives und gesellschaftspolitisch sehr relevantes Modellvorhaben geht und wir gerne dazu beitragen, die Gesellschaft ein Stück gerechter und selbstbestimmter zu gestalten.

Die Aktion Mensch hat im Rahmen von Kommune Inklusiv folgendes Interview mit den matrix-Prozessbegleiter*innen geführt:

Zsuzsanna Majzik und Thomas Kruse, Prozessbegleiterin und Prozessbegleiter im Modellprojekt Kommune Inklusiv im Interview

Aufeinander zugehen

Im Auftrag der Aktion Mensch stehen Zsuzsanna Majzik und Thomas Kruse des Beratungsunternehmens matrix den fünf Modellkommunen als Berater*innen zur Seite. Ein Fazit aus der bisherigen Zusammenarbeit: Die besten Ergebnisse entstehen, wenn die Prozessbegleitung und die Akteur*innen vor Ort eine Herausforderung gemeinsam lösen.

Warum ist Ihrer Erfahrung nach eine Prozessbegleitung wichtig für Inklusionsprojekte?

Zsuzsanna Majzik: Ich war selbst elf Jahre lang in der Praxis tätig, habe unter anderem in der Stadt Erlangen soziale Projekte im Gesundheitsbereich geleitet. Dabei habe ich mitbekommen, welche Fehler immer wieder gemacht werden. Das fängt bei der Antragstellung an. Ein Projekt kann nicht nachhaltig erfolgreich sein, wenn Ziele, Zielgruppen und Maßnahmen so hingebogen werden, dass sie zu den Förderkriterien passen. Es führt auch nicht zu dauerhaften Veränderungen in der Gesellschaft, wenn in einem Projekt nur eine Maßnahme nach der nächsten umgesetzt wird, ohne dass sich Strukturen ändern. Hier können wir als Prozessbegleiterinnen und -begleiter den wichtigen Blick von außen liefern, Denkanstöße geben, den Finger auch mal in die Wunde legen.